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Fachtagung Suizidprävention

Nach der großen Resonanz auf die Fachtagung im vergangenen Jahr wird das Thema „Suizidprävention in der Gemeindepsychiatrie“ am Mittwoch, den 7. Oktober 2026, erneut aufgegriffen. Unter dem Titel „Fachtagung Suizidprävention – Wege in die Praxis“ kommen Fachkräfte und Interessierte in der vhs Emden zusammen, um aktuelle Perspektiven kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam konkrete Ansätze für die Praxis weiterzuentwickeln.

Bei der vergangenen Veranstaltung im September 2025 wurde deutlich, wie groß der Bedarf an Austausch und konkreten Handlungsmöglichkeiten ist. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer wünschten sich, noch stärker gemeinsam an Lösungsansätzen zu arbeiten und Wege zu entwickeln, wie Suizidprävention nachhaltig in der Praxis verankert werden kann. Daran knüpft die diesjährige Fachtagung an.

Impulse aus Forschung und Praxis

Der Vormittag beginnt mit einem Impulsvortrag von Dr. Elke Prestin. Die Sprachwissenschaftlerin mit dem Schwerpunkt Psychotherapie gibt Einblicke in aktuelle Perspektiven aus Forschung und Praxis. Im Anschluss besteht Gelegenheit, die Inhalte gemeinsam zu diskutieren und Fragen aus dem beruflichen Alltag einzubringen.

Neben dem fachlichen Austausch steht dabei auch die Vernetzung der unterschiedlichen Akteure im Mittelpunkt. Denn Suizidprävention betrifft verschiedene Berufsgruppen und Einrichtungen und braucht Zusammenarbeit über einzelne Arbeitsbereiche hinweg.

Praxisnahe Workshops

Am Nachmittag geht es in verschiedenen Workshops um konkrete Fragestellungen aus dem Arbeitsalltag. Dabei reicht das Spektrum von rechtlichen und fachlichen Fragen bis hin zum Umgang mit Angehörigen und der eigenen Belastung im beruflichen Alltag.

So beschäftigt sich ein Workshop mit dem Niedersächsischen Psychisch-Kranken-Gesetz (NPsychKG) und der Frage, welche Handlungsmöglichkeiten unterschiedliche Professionen in Krisensituationen haben. Anhand konkreter Fallbeispiele aus den Regionen Emden, Leer und Aurich geht es unter anderem um Schweigepflicht, Informationsweitergabe und die Zusammenarbeit von Sozialpsychiatrischem Dienst, Ordnungsbehörden, Medizin und Justiz.

Ein weiterer Workshop nimmt die Situation von Angehörigen, Freunden und Arbeitskollegen in den Blick, wenn ein nahestehender Mensch nicht mehr leben möchte. Dabei geht es um Orientierung, Unterstützung und die Frage, wie Angehörige mit den eigenen Ängsten und Belastungen umgehen können.

Auch der Umgang mit parasuizidalem Verhalten und nichtsuizidalen Selbstverletzungen ist Thema eines Workshops. Im Mittelpunkt stehen praxisnahe Handlungsmöglichkeiten, unter anderem aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT), sowie Materialien, die im beruflichen Alltag eingesetzt werden können.

Der Workshop „Helfen ohne auszubrennen“ richtet den Blick schließlich auf die Fachkräfte selbst. Welche Strategien helfen im Umgang mit belastenden Themen? Wie lassen sich eigene Grenzen wahrnehmen und schützen? Und welche Ressourcen können dabei unterstützen, langfristig gut mit den Anforderungen des Berufs umzugehen?

Austausch und Vernetzung

Die Fachtagung ist bewusst als gemeinsamer Arbeitstag angelegt. Neben Vorträgen und Workshops bieten Pausen und Gesprächsrunden Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und Kontakte zu knüpfen. Zum Abschluss werden die Ergebnisse der Workshops in einem gemeinsamen Podium zusammengeführt.

Ziel der Veranstaltung ist es, Menschen und Institutionen aus der Region zusammenzubringen und Suizidprävention als gemeinsame Aufgabe weiterzudenken. Dabei geht es nicht nur um fachliche Impulse, sondern auch darum, tragfähige Strukturen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit in der Region zu stärken.

Die Fachtagung findet am Mittwoch, 7. Oktober 2026, von 8:30 bis etwa 16 Uhr statt. Nach dem Ankommen und einer ersten Gelegenheit zum Austausch beginnt das Programm um 9:30 Uhr. Die Teilnahmegebühr beträgt 89 Euro inklusive Verpflegung.

Die Veranstaltung wurde von der Psychotherapeutenkammer Niedersachsen mit 9 Fortbildungspunkten und von der Ärztekammer Niedersachsen mit 7 Fortbildungspunkten akkreditiert.

Anmeldungen sind telefonisch im Infopunkt der vhs Emden (Tel.: 04921 91550), per Mail (info(at)vhs-emden.de) möglich oder online unter diesem Link.

Mittwoch, 7. Oktober 2026, 8:30 bis ca. 16 Uhr, Gebühr: 89 Euro inklusive Verpflegung, Kurs-Nr.: 2624700

 

 

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