vhs-Filmclub: Jeden Montag und Mittwoch um 20 Uhr im CineStar Emden

Besondere Filme jenseits des Hollywood-Mainstreams holt der vhs Filmclub seit über 40 Jahren nach Emden. Gegründet wurde der vhs Filmclub 1975 und ist seit 2002 im Emder CineStar am Wasserturm zu Gast.

Preise: Eintritt mit Filmclub-Ausweis 6,00 Euro, Eintritt ohne Filmclub-Ausweis 10,00 Euro, Filmclub-Ausweis 7,00 Euro.
Filmclub-Ausweise erhalten Sie im CineStar und im Infopunkt der vhs Emden, An der Berufsschule 3, 26721 Emden, Tel.: 04921 915531, s.santjer@vhs-emden.de
CineStar, Abdenastraße 15, 26721 Emden, Tel.: 04921 58 95 89, www.cinestar-emden.de

Filmclub-Flyer als PDF zum Download




Sieben Winter in Teheran

Mo, 04.03. (OmU), und Mi, 06.03. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER anschauen

Teheran, 7. Juli 2007: Reyhaneh Jabbari, 19, hat ein Geschäfts-treffen mit einem neuen Kunden. Ein ganz normaler Tag, der ihr Leben jedoch für immer verändern wird. Denn als der Mann versucht, sie zu vergewaltigen, ersticht sie ihn in Notwehr und flieht. Am gleichen Tag wird sie verhaftet und bald darauf des Mordes angeklagt. Trotz vieler Beweise, die auf Notwehr hindeuten, hat Reyhaneh vor Gericht keine Chance, da ihr Vergewaltiger ein mächtiger und exzellent vernetzter Mann war, der – selbst nach seinem Tod – von der patriarchalischen Gesellschaft geschützt wird. Reyhaneh wird zum Tode verurteilt. Ihr persönlicher Kampf für die Gerechtigkeit beginnt.

Dank heimlich aufgenommener Videos, die von Reyhanehs Familie zur Verfügung gestellt wurden, ihrer Zeugenaussagen, der Briefe, die Reyhaneh im Gefängnis geschrieben hat, und anderer Archive zeichnet der Film den Prozess, die Inhaftierung und das Schicksal dieser Frau nach, die zum Symbol des Widerstands wurde. Ihr Kampf für die Rechte der Frauen spiegelt den Kampf so vieler Frauen wider, nicht nur im Iran.

"Ein Aufruf zum Widerstand gegen die Unterdrückung." (ARD)

Dokumentarfilm, D/F 2023, 97 min., R: Steffi Niederzoll


One For The Road

Mo, 11.03. (DF), und Mi, 13.03. (DF), CineStar, 20 Uhr: TRAILER anschauen

In einer Welt, in der es eher einen Grund braucht nicht zu trinken, ist Mark der ungekrönte König. Scheinbar spielend leicht jongliert er sein Leben zwischen einem fordernden Job als Bauleiter einer Berliner Großbaustelle, ausgelassenen Geschäftsessen und ausufernden Streifzügen durch das Berliner Nachtleben. Als er eines Nachts im Rausch sein Auto umparken will, passiert es: Polizeikontrolle, Schein weg, MPU am Hals. Mark wettet mit seinem besten Freund Nadim, dass er es schafft, so lange keinen Alkohol zu trinken, bis er seinen Führerschein wiederbekommt. Als Mark im MPU-Kurs Helena kennenlernt, findet er in ihr seine „Partnerin in crime“. Ist er sich anfangs noch bombensicher, dass das alles ein Spaziergang wird, stellt sich die Wette langsam immer mehr als ein langer, steiniger, oftmals durchaus lustiger, aber manchmal auch wirklich harter Weg heraus. Wie gibt man vertraute Gewohnheiten auf und gesteht sich ein, dass man ein echtes Problem hat? Der Weg zurück zum eigenen Selbst ist alles andere als leicht…

"One For The Road" ist mitten aus dem Leben erzählt – wahrhaftig, packend, berührend und voller Humor in lauten wie in leisen Momenten. Ein außergewöhnlicher Film, der direkt ins Herz trifft. Eine Geschichte über Ausgelassenheit und Kontrolle, über Einsamkeit und Freundschaft - und über den langen Weg zu erkennen, was wirklich wichtig ist.  

Komödie, Drama, D 2023, 115 min., R: Markus Goller, mit Frederick Lau, Nora Tschirner, Burak Yigit, Friederike Becht, Nina Kunzendorf u.a.


Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry

Mo, 18.03. (DF), und Mi, 20.03. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Harold Fry war nie dazu bestimmt, ein Held zu sein. Unscheinbar und weit über 60 hat er sich damit abgefunden, still und leise im Hintergrund des Lebens zu verblassen. Bis er eines Tages erfährt, dass seine alte Freundin Queenie im Sterben liegt. Harold schreibt ihr einen Brief, verlässt sein Haus, geht zum Postamt und hört nicht auf zu gehen. Aus heiterem Himmel beschließt er, einfach weiterzulaufen, bis zu dem 627 Meilen (1010 km) entfernten Hospiz. Von sich selbst überrascht und zur Verblüffung seiner Frau Maureen begibt sich Harold auf eine „Pilgerreise“ in der Hoffnung Queenie zu retten. Doch wird er rechtzeitig bei ihr eintreffen? Für Harold beginnt das Abenteuer seines Lebens. Mit jedem Schritt befreit er sich von seinem alten Selbst und entdeckt die Wunder des Lebens neu.

Eine ebenso berührende, wie universelle Geschichte über die Liebe. Basierend auf dem Debütroman von Rachel Joyce, die auch das Drehbuch verfasst hat, erzählt sie die Geschichte zweier Menschen, die sich selbst neu entdecken und sich wieder frisch ineinander verlieben. "Ein Film, der glücklich macht!“ (FBW)

Drama, UK 2023, 108 min., Regie: Hettie Macdonald, mit Jim Broadbent, Penelope Wilton, Linda Bassett, Earl Cave, Joseph Mydell u.a.


The Lost King

Mo, 25.03. (DF), und Mi, 27.03. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER anschauen

Philippa hat es nicht leicht: In ihrem Agenturjob wird sie ständig übersehen, ihre Söhne gehen langsam eigene Wege und sie steckt mitten in der Scheidung von John, mit dem sie sich eigentlich ganz gut versteht. Nach einem Theaterbesuch entwickelt sie eine Faszination für König Richard III. und setzt sich zum Ziel, seine verschollenen sterblichen Überreste zu finden. Sie will nicht wahrhaben, dass der umstrittene Monarch wirklich ein so verachtenswertes Monster war, wie ihn Shakespeare darstellte. Ihre Suche ist der Ausgangspunkt für eine abenteuerliche Reise, auf der die unscheinbare Philippa gegen große Widerstände ihrer Intuition folgt und es mit angesehenen Historikern aufnimmt, um der Welt die wahre Geschichte von Richard III. zu erzählen.

Nach ihrem Publikumserfolg "Philomena"haben sich Regisseur Stephen Frears, Jeff Pope (Drehbuch) und Steve Coogan (Drehbuch und Darsteller) erneut zusammengefunden, um die wahre und bewegende Geschichte einer ungewöhnlichen Frau zu erzählen: die zweifach Oscar-nominierte Sally Hawkins spielt Philippa Langley, die 2012 die sterblichen Überreste von König Richard III. fand und damit die Geschichtsschreibung veränderte. "The Lost King" erzählt Philippas Suche als zutiefst menschliche Reise, als Triumph einer Frau, die sich von der männerdominierten akademischen Welt nicht von ihrem Weg abbringen lässt und damit eine unglaubliche Entdeckung macht.

„Ein amüsanter Feel-Good-Movie mit Empowerment-Komponente.“ (filmstarts.de)

Komödie, Drama, UK 2023, 109 min., Regie: Stephen Frears, mit Sally Hawkins, Steve Coogan, Harry Lloyd, Mark Addy, Lee Ingleby, James Fleet u.a.


Weißt Du noch

Mo, 01.04. (DF), und Mi, 03.04. (DF), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Verliebt, verlobt, verheiratet. Die ganz große Liebe. Für immer. So beginnt es. Aber wieso endet es meist anders? Dass das schönste Gefühl der Welt, diese Musik im Herzen, so oft vergeht und vergessen wird? Marianne und Günter, seit über 50 Jahren verheiratet, wissen es nicht. Die Kinder sind aus dem Haus, geblieben ist freudlose Routine und eine gewisse Resignation. Und dann ist da noch die Sache mit ihrem Gedächtnis: in letzter Zeit scheinen sie zunehmend vergesslicher zu werden. So wie Günter offenbar heute ihren Hochzeitstag vergessen hat. Doch das hat er keineswegs: von einem Freund hat er eine völlig neue Pille besorgt, die sämtliche Erinnerungen in Rekordzeit zurückbringen soll. Das Wunder geschieht: plötzlich ist alles wieder da. Gemeinsam reisen sie in ihrer Zeit zurück, zu den Höhen und Tiefen ihres Lebens, bis sie sich endlich wieder an das Wichtigste erinnern: an das, worin sie sich verliebt haben. Und so verlieben sie sich erneut – fühlen sich wieder jung, es ist wie ein Rausch, sie machen Pläne – nichts kann sie aufhalten. Doch was, wenn die Wirkung der Pille wieder nachlässt…?

"Weißt Du noch" erzählt ebenso humorvoll wie lebensklug die Geschichte eines Trips in die Vergangenheit, eine Liebeskomödie, in der zwei Wunderpillen den tristen Lange-Ehe-Alltag durchbrechen und für eine unvergessliche Nacht sorgen. Und dies in einer Traumbesetzung: Sie hatte eigentlich ihre berufliche Karriere für beendet erklärt, aber Rainer Kaufmann ist es gelungen, Senta Berger für die Rolle der Marianne zu gewinnen. An ihrer Seite spielt die bayerische Schauspiellegende Günther Maria Halmer und in einer weiteren Gastrolle ist u.a. auch Musiker und Schauspieler Konstantin Wecker zu sehen.

„Die Kinomagie und die Realität, sie verbinden sich hier aufs Allerschönste.“ (epd film)

Komödie, D 2023, 91 min., Regie: Rainer Kaufmann, mit Senta Berger, Günther Maria Halmer, Konstantin Wecker, Yasin El Harrouk, Sushila Sara Mai u.a.