vhs-Filmclub: Jeden Montag und Mittwoch um 20 Uhr im CineStar Emden

Besondere Filme jenseits des Hollywood-Mainstreams holt der vhs Filmclub seit über 40 Jahren nach Emden. Gegründet wurde der vhs Filmclub 1975 und ist seit 2002 im Emder CineStar am Wasserturm zu Gast.

Preise: Eintritt mit Filmclub-Ausweis 6,00 Euro, Eintritt ohne Filmclub-Ausweis 10,00 Euro, Filmclub-Ausweis 7,00 Euro.
Filmclub-Ausweise erhalten Sie im CineStar und im Infopunkt der vhs Emden, An der Berufsschule 3, 26721 Emden, Tel.: 04921 915531, s.santjer@vhs-emden.de
CineStar, Abdenastraße 15, 26721 Emden, Tel.: 04921 58 95 89, www.cinestar-emden.de

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Die Magnetischen

Mo, 10.10. (DF), und Mi, 12.10. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Frankreich Anfang der 1980er Jahre: In einer verschlafenen Kleinstadt betreibt die Clique um den charismatischen Jerôme und seinen introvertierten Bruder Philippe auf einem Dachboden einen Piratensender. Als Marianne mit ihrer kleinen Tochter aus Paris in den Ort zurückzieht, ist es um die Brüder geschehen und beide verlieben sich Hals über Kopf in sie. Mit seiner einnehmenden Art kann Jerôme Marianne schnell für sich gewinnen, während Philippe sich nicht traut, seine Liebe zu zeigen. Er wird zum Militärdienst eingezogen und nach West-Berlin versetzt. Dort verändert die Begegnung mit dem schillernden Radiomoderator Dany sein Leben, er kann als DJ beim Militärradio beeindrucken und traut sich, Marianne per Radio seine Liebe zu gestehen. Doch als Philippe nach Hause fährt, muss er feststellen, dass sich alles verändert hat...

Vincent Maël Cardona gelingt es in seinem pulsierenden Film, die besondere Stimmung der 1980er Jahre einzufangen: Die Mischung aus Melancholie und Resignation auf der einen und überschwänglicher Lebensenergie und Kreativität auf der anderen Seite. Diese besondere Energie ist wie ein sehnsüchtiges Lachen, das durch den Soundtrack mit Titeln von Joy Division, The Undertones, Iggy Pop, Gang of Four oder Front 242 kongenial unterstützt wird. 

Drama, F/D 2021, 98 min., Regie: Vincent Maël Cardona, mit Thimotée Robart, Marie Colomb, Joseph Olivennes u.a.


Nicht ganz koscher – Eine göttliche Komödie

Mo, 17.10. (DF), und Mi, 19.10. (DF), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Drei Religionen. Zwei Männer. Ein Kamel. In die Wüste geschickt hat sich Ben glatt selbst. Um den Verkuppelungsversuchen seiner Familie in Jerusalem zu entgehen, bietet er sich kurzerhand an, nach Alexandria zu fliegen, um die einst größte jüdische Gemeinde der Welt zu retten. Der fehlt nämlich dringend der 10. Mann, um das Pessachfest zu begehen. Nachdem Ben zuerst das Flugzeug verpasst hat und dann auch noch in der Wüste Sinai aus dem Bus geflogen ist, wird Adel, ein mürrischer Beduine auf der Suche nach seinem entlaufenen Kamel, Bens letzte Hoffnung. Vorwärts geht es für beide Männer nur gemeinsam, aber wie vereint man ultraorthodoxe Religionspraktiken aus Brooklyn mit Beduinen- Pragmatismus aus dem Herzen der Wüste? Als auch noch das Auto den Geist aufgibt, geht es bald nicht mehr nur ums gemeinsame Essen, sondern ums nackte Überleben.

„Ein brillantes Roadmovie für die Lachmuskeln, das zeigt: Am Ende sind wir alle nur Menschen.“ (FBW)

Komödie, D 2022, 121 min., Regie: Stefan Sarazin, Peter Keller, mit Luzer Twersky, Haitham Omari, Makram Khoury, Yussuf Abu-Warda, Pädikat besonders wertvoll


Der Engländer, der in den Bus stieg und bis ans Ende der Welt fuhr

Mo, 24.10. (DF), und Mi, 26.10. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Eine entlegene Bushaltestelle im Norden Schottlands: Der Pensionär Tom macht sich auf den Weg nach Land’s End im Süden Englands – an jenen Ort, an dem seine kürzlich verstorbene Ehefrau Mary und er sich einst kennengelernt haben. Dort möchte er ihre Asche verstreuen, die er in einem kleinen Koffer bei sich trägt. Der 90-Jährige plant, seine über 1300 Kilometer lange Reise ausschließlich mit Nahverkehrsbussen zurückzulegen, da er diese als Rentner kostenfrei nutzen kann. Während seiner Fahrt trifft er auf die unterschiedlichsten Menschen, die Anteil an seiner bewegenden Geschichte nehmen und den rüstigen Busreisenden zur landesweiten Berühmtheit machen.

Mit „Der Engländer, der in den Bus stieg und ans Ende der Welt fuhr“ bringt Regisseur Gillies MacKinnon („Marrakesch“) ein wunderbar einfühlsames Roadmovie auf die große Leinwand. Die herzerwärmende und inspirierende Geschichte über einen Rentner, der sich auf eine nostalgische Reise in die Vergangenheit begibt, erzählt von Aufbruch, Abschied und Erinnerung.

Drama, UK 2021, Regie: Gillies MacKinnon, mit Timothy Spall, Phyllis Logan, Natalie Mitson u.a.


Everything Everywhere All At Once

Mo, 31.10. (DF), und Mi, 02.11. (OmU), CineStar, 20 Uhr: TRAILER ansehen

Waschsalonbesitzerin Evelyn Wang geht im Chaos ihres Alltags unter: Der bevorstehende Besuch ihres Vaters überfordert sie, die Wünsche der Kunden bringen sie an ihre Grenzen und die anstehende Steuererklärung wächst ihr komplett über den Kopf. Der Gang zum Finanzamt ist unausweichlich, doch während sie mit ihrer Familie bei der Steuerprüferin vorspricht, wird ihr Universum komplett durcheinandergewirbelt. Raum und Zeit lösen sich auf, und die Menschen um sie herum haben, ebenso wie sie selbst, plötzlich weitere Leben in Parallelwelten. Sie entdeckt, dass das Multiversum real ist und sie auf die Fähigkeiten und das Leben anderer Versionen ihrer selbst zugreifen kann. Das ist auch bitter nötig, denn sie wird mit einer großen, wenn nicht der größtmöglichen Mission betraut: Der Rettung der Welt vor dem unbekannten Bösen.

Science-Fiction, Abenteuer, USA 2022, 138 min., Regie: Dan Kwan, Daniel Scheinert, mit Michelle Yeoh, Jamie Lee Curtis, Ke Huy Quan, Jenny Slate, James Hong, Stephanie Hsu u.a.