Vorträge als Live-Stream: „vhs.wissen live“


Livestream mit Prof. Dr. Frank Trentmann am Dienstag, 02.06., um 19:30 Uhr: Konsum im Zeichen des Coronavirus: Historische Einblicke und Ausblick auf die Zukunft

 

Die Volkshochschule Emden verlegt ihre Vortragsveranstaltungen ab sofort ins Internet. Die bundesweite Veranstaltungsreihe „vhs.wissen live“ macht es möglich, hochkarätige Vorträge von Expert*innen aus Wissenschaft und Gesellschaft als Livestream zu verfolgen und anschließend live mit ihnen zu diskutieren. „Natürlich würden wir noch lieber wieder Vorträge im vhs-Forum anbieten können“, meint Organisatorin Silke Santjer von der vhs. „Aber dieses neue Format hat auch Vorteile: Wir können Referenten präsentieren, die auf ihrem Gebiet führend sind und vielleicht die Reise nach Emden nicht auf sich genommen hätten. Alle Beteiligten haben Gelegenheit, ihre Medienkompetenz zu erweitern. Und das Wichtigste: Die Ansteckungsgefahr beim Besuch der Vorträge liegt bei null.“

Zum Besuch der Veranstaltungen ist eine Anmeldung bei der vhs Emden erforderlich. Die Teilnehmenden bekommen danach per E-Mail einen Link zum Livestream zugeschickt. Die Teilnahme ist kostenfrei. Anmeldungen sind im Infopunkt der vhs Emden telefonisch unter 91550 möglich oder über die Homepage unter www.vhs-emden.de. Weitere Informationen zum Programm: www.vhs-wissen-live.de

Die Vorträge im Überblick:

vhs.wissen live: Konsum im Zeichen des Coronavirus: Historische Einblicke und Ausblick auf die Zukunft
Livestream mit Prof. Dr. Frank Trentmann

Was wir konsumieren ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und der immer üppigere Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert? Wie wird sich die Coronakrise auf unseren Konsum auswirken? Frank Trentmann, Historiker am Birkbeck College der Universität London, führt an diesem Abend in die faszinierende Geschichte des Konsums ein. Von der italienischen Renaissance bis hin zur globalisierten Wirtschaft der Gegenwart entwirft er eine weltumspannende Alltags- und Wirtschaftsgeschichte, die eine Fülle von Wissen bietet, den Blick aber ebenso auf die Herausforderungen der Zukunft lenkt angesichts von Überfluss, Klimawandel und Turbokapitalismus und – ganz aktuell – der Corona-Krise. Im Vortrag und der danach folgenden Diskussion werden konventionelle Sichtweisen von Shopping hinterfragt und der Blick auf die Rolle des Staates und die der Zivilgesellschaft für den Aufstieg der Konsumenten und unsere heutigen Lebensweisen gerichtet.

Frank Trentmann ist Professor für Geschichte am Birkbeck College der Universität London. Er studierte und promovierte an der Harvard University und lehrte anschließend in Princeton. 2017 erhielt er von der Alexander von Humboldt-Stiftung den Humboldt-Forschungspreis.

Prof. Dr. Frank Trentmann
Di, 02.06.20, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Abend, online
gebührenfrei, Anmeldung erforderlich: Hier können Sie sich online anmelden
Kurs-Nr.: 2015104

Sommer-vhs.wissen live: Markus Söder - der "Corona-Kanzler"?
Livestream mit Lisa Schnell und Roman Deininger
Markus Söder hat wundersame Wandlungen hinter sich: Einst galt er als politischer Hallodri, vor nicht einmal zwei Jahren war er ein Scharfmacher im Asylstreit. Dann avancierte er zum Baum- und Bienenfreund – und nun also zum gefühlten „Corona-Kanzler“.

Die SZ-Reporter Lisa Schnell und Roman Deininger begleiten Söder seit vielen Jahren. Was ist von seinem Krisenmanagement zu halten? Will er wirklich Bundeskanzler werden? Diese und viele andere Fragen zur Politik in Zeiten des Virus diskutieren Schnell und Deininger im Livestream. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung statt.

Lisa Schnell, Roman Deininger
Mi, 03.06.20, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Abend, online
gebührenfrei, Anmeldung erforderlich
Kurs-Nr.: 2015108

vhs.wissen live: Der Code der Macht: Wer beherrscht den digitalen Raum?
Livestream mit Adrian Lobe

Vom utopischen Gründergeist der frühen Entwicklungsjahre des Internets – als Ort des freien Wissens und der Unabhängigkeit - ist nicht mehr viel übrig. Regierungen zensieren das Netz und errichten elektronische Sperrzäune, Geheimdienste saugen gemeinsam mit Tech-Giganten private Nutzerdaten ab, Troll-Fabriken verbreiten Fake-News und torpedieren ganze Wahlkämpfe. Das Internet, so der bittere Befund, ist kaputt. Und niemand hat eine Strategie, wie man es reparieren kann. Viel schlimmer: Mit Sensoren, Kameras und Mikrofonen bauen wir unser eigenes Datengefängnis, aus dem es kein Entkommen zu geben scheint. Tech-Konzerne wie Apple, Amazon und Google ließen Vertragsarbeiter reihenweise Audio-Mitschnitte ihrer Nutzer auswerten: Patientengespräche, Drogengeschäfte, Sex - minutiös wurde das Leben der Anderen protokolliert. Ist es mit der Privatsphäre endgültig vorbei?

Der Journalist und Buchautor Adrian Lobe analysiert in seinem Vortrag diese tektonischen Machtverschiebungen in der digitalen Gesellschaft, er erklärt die Fallstricke smarter Gadgets, die nicht die digitalen Diener sind, als die sie vermarktet werden, und er zeigt Lösungen auf, wie man sich aus dem Klammergriff der Datenkraken befreien kann.

Adrian Lobe studierte in Tübingen, Paris und Heidelberg Politik- und Rechtswissenschaft und arbeitet für verschiedene Zeitungen im deutschsprachigen Raum. 2016 wurde er mit dem Preis des Forschungsnetzwerks Surveillance Studies ausgezeichnet, 2017 erhielt er den ersten Journalistenpreis der Stiftung Datenschutz.

Adrian Lobe
Do, 25.06.20, 19:30 - 21:00 Uhr
1 Abend, online
gebührenfrei, Anmeldung erforderlich: Hier können Sie sich online anmelden
Kurs-Nr.: 2015105

 

 


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