vhs.wissen live: Kostenlose Vorträge als Livestream


Nächster Livestream mit Prof. Gerhard Reese am Do, 29.10.20, 19:30 Uhr: Wandel Dich, nicht das Klima

Mit vhs.wissen live kommt ein digitales Wissenschaftsprogramm direkt zu Ihnen ins Wohnzimmer. Sie können hochkarätige Vorträge von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie per E-Mail den Link zum Livestream. Kooperationspartner dieser bundesweiten Reihe sind u.a. die Max-Planck-Gesellschaft, Akatech und die Süddeutsche Zeitung. Gefördert von der Emder Partnerschaft für Demokratie aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Die Teilnahme an der Vortragsreihe ist für alle Bürger*innen der Stadt Emden kostenlos, da die Teilnahmegebühren von der Emder Partnerschaft für Demokratie übernommen werden, um der sozialen Beschränkung des öffentlichen Diskurses während der Corona-Pandemie entgegen zu wirken. Die Emder Partnerschaft für Demokratie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“. Weitere Informationen hier: https://www.vhs-emden.de/programm/partnerschaft-fuer-demokratie/#inhalt

Hier finden Sie einen Programmflyer als PDF mit allen Livestreams
 

Wandel Dich, nicht das Klima
Livestream mit Prof. Gerhard Reese am Do, 29.10.20, 19:30 Uhr

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen, vor denen die Menschheit steht. Um den Klimawandel abzumildern und die Konsequenzen abfedern zu können, bedarf es kollektiver Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Jede/r Einzelne ist gefragt. In diesem Vortrag soll es darum gehen, wie unser alltägliches Handeln und Nichthandeln zum Klimawandel beiträgt und welche psychologischen und gesellschaftlichen Mechanismen uns motivieren, etwas zu ändern. Referent Gerhard Reese ist Leiter des Studiengangs „Mensch und Umwelt: Psychologie, Kommunikation, Ökonomie“ an der Universität Koblenz-Landau.
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Kurs-Nr.: 2025302

 

Kommentar und Diskussion zum Ergebnis der Präsidentschaftswahl in den USA
Livestream mit Prof. Stephan Bierling am Do, 05.11.20, 19:30 Uhr

Die Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2020 ist für den 3. November 2020 vorgesehen. Stephan Bierling wird sie für uns kommentieren. Er  ist Professor für Internationale Politik an der Universität Regensburg und einer der führenden Experten für die Machtverschiebungen in der Weltpolitik. Als Gastprofessor hat er in den USA, Israel, Südafrika und Australien gelehrt und hat mehr als ein Dutzend Bücher zur Außenpolitik der USA und Deutschlands geschrieben. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Hanns-Seidel Stiftung statt. 
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Kurs-Nr.: 2025102

 

Die Kultur der Reparatur
Livestream mit Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl am Di, 10.11.20, 19:30 Uhr

Kaum ist die Garantie abgelaufen, gehen noch fast neue Geräte kaputt. Das Display des Smartphones spinnt, der Laptop überhitzt und schaltet ab. Doch wir können der Wegwerfgesellschaft entkommen, indem wir wieder reparieren lernen. Das schont nicht nur die Ressourcen des Planeten, es macht auch Spaß! Überall in Deutschland gibt es Repair-Cafés, in denen Menschen gemeinsam an alten Plattenspielern schrauben und aus Secondhandklamotten Designermode machen. Prof. Dr. rer. nat. Wolfgang M. Heckl ist Generaldirektor des Deutschen Museums in München und Professor für Experimentalphysik. Die Kommunikation von Wissenschaft in die Öffentlichkeit ist eines seiner besonderen Anliegen; er betätigt sich umfangreich in den Bereichen TV, Radio, Internet und Printmedien. Sein Spiegel-Bestseller „Die Kultur der Reparatur“ wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Heckl ist Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien und berät die Europäische Kommission sowie die Bundesregierung im Bereich Nanotechnologie und Wissenschaftskommunikation. 
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Kurs-Nr.: 2025301

 

Die Erfindung des (jüdischen) Essens: Popkultur, Ernährung, Identität
Livestream mit PD Dr. Caspar Battegay am Do, 12.11.20, 19:30 Uhr

Warum wurden in der Corona-Krise so viele Konserven, Mehl und Zucker gekauft – obwohl die Versorgungssicherheit nie gefährdet war? Offenbar weisen bestimmte Nahrungsmittel auch kulturelle Werte auf: Essen kann solide wirken und Sicherheit suggerieren – oder zum „Soul Food“ werden. Der französische Theoretiker Roland Barthes nannte die Ernährung ein „System der Kommunikation, ein Korpus von Bildern, eine Gebrauchsanordnung, ein System der Situationen und Verhaltensweisen“. Für Barthes ist das Essen ein Zeichen, das sich lesen lässt. Der Vortrag erläutert in einem ersten Schritt solche und andere theoretische Annäherungen an das allgegenwärtige „Kulturthema Essen“ (Alois Wierlacher). In einem zweiten Schritt werden wir danach fragen, warum jemand eine bestimmte Speise als „jüdisch“ wahrnimmt: Was ist an Pastrami, Bagels und gefillte Fisch jüdisch? Dabei werden wir auf popkulturelle Kontexte, aber auch auf Gegenwartsliteratur eingehen. Caspar Battegay ist Lehrbeauftragter am Fachbereich Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft an der Universität Basel. Seit 2015 ist er Mitglied der Jungen Akademie.
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Kurs-Nr.: 2025006

 

Die chinesische Vergangenheit (und Zukunft?) der Naturwissenschaften
Livestream mit Prof. Dagmar Schäfer am Mo., 16.11.2020, 19:30 Uhr

Dass China die vier großen Erfindungen vor den Europäern kannte und beschrieb ist nicht erst seit den olympischen Spielen 2008 in aller Munde: Kompass, Papier, Schwarzpulver und Buchdruck (mit beweglichen Lettern). Wie China sich die Naturwissenschaften zu eigen gemacht haben und sich damit als moderne Nation etabliert und behauptet hat erforschen seit Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts Wissenschaftshistoriker. Dieser Vortrag stellt vor wie China hierbei seine Wissenschaften entwickelte, wie diese Entwicklung als Gegenmodell der europäischen Entwicklung erst zum Forschungsschwerpunkt und dann zum Identitätsstifter und politischen Thema wurde— eines dass das gegenwärtige China als Alternativmodell weltweit, aber besonders nach Asien, Afrika (den globalen Süden) exportiert. Prof. Dagmar Schäfer ist eine international renommierte Sinologin. Sie ist derzeit Direktorin am Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte in Berlin. 2020 wurde sie mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis ausgezeichnet.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Max-Planck Gesellschaft statt.
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Kurs-Nr.:
2025009
 

Gerechtigkeit und Gesundheit – Wie kann die Pharmaforschung allen zugutekommen?
Prof. Thomas Pogge am Fr, 20.11.20, 19:30 Uhr

Arzneimittel gehören zu den größten Errungenschaften der Menschheit. Sie haben zu dramatischen Verbesserungen von Gesundheit und Langlebigkeit sowie zu enormen Kosteneinsparungen durch weniger Krankheitstage und Krankenhausaufenthalte beigetragen. Der globale Markt für Arzneimittel hat derzeit einen Wert von jährlich 1.430 Milliarden Dollar. Rund 800 Milliarden Dollar entfallen dabei auf Markenprodukte, die in der Regel patentgeschützt sind und dadurch sehr teuer verkauft werden können. Die Pharmaindustrie rechtfertigt ihre hohen Produktpreise durch die entstandenen Kosten bei der Forschung und Entwicklung der Arzneimittel. Für ärmere Gesellschaften sind diese hohen Preise oft nicht zu zahlen. Wie könnte eine Lösung aussehen, die einerseits der Industrie genügend Anreize gibt, Forschung zu betreiben und die Medikamente anschließend zu einem deutlich niedrigeren Preis anzubieten? Der Referent Thomas Pogge stellt anhand des Health Impact Fund eine mögliche Lösung vor. Er ist Professor für Philosophie und internationale Angelegenheiten (Philosophy and International Affairs) an der Yale University  und promovierte an der Harvard University bei John Rawls.
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Kurs-Nr.: 2025105

 

Corona und die Folgen
Livestream mit Berit Uhlmann, Hanno Charisius am Di, 24.11.20, 19:30 Uhr

Hanno Charisius, Redakteur im Ressort Wissen, schreibt seit 2001 für die Süddeutsche Zeitung und studierte Biologie in Bremen. Er hat u.a. für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die Zeit und brand eins gearbeitet. Berit Uhlmann schreibt als Redakteurin im Wissensressort vor allem über Gesundheitsthemen. Sie hat Public Health an der London School of Hygiene and Tropical Medicine sowie Germanistik und Romanistik in Bonn und Mailand studiert. Sie hält es für gesund, gut zu kochen und jeden Tag ein paar Seiten Literatur zu lesen.
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Kurs-Nr.: 2025101

 

Verschwörungstheorien: Charakteristika – Funktionen – Folgen
Livestream mit Prof. Michael Butter am Di, 01.12.20, 19:30 Uhr

Was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen daran? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen. Referent Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem über 150 Wissenschaftler*innen aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind. Im März 2018 erschien in der Edition Suhrkamp sein Buch „Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“.
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Kurs-Nr.: 2025106

 

Das Zeitalter des Glaubens – Aufstieg und Niedergang der uns vertrauten Form von Religion
Livestream mit Prof. Jan Assmann am Do, 10.12.20, 19:30  Uhr

Das „Zeitalter des Glaubens“ begann mit der Emanzipation der Religion vom Staat um 500 v.Chr. im frühen Judentum und begann zu verblassen mit der Emanzipation des Staates von der Religion im 18. und 19. Jh. Diese Geschichte behandelt der Vortrag aus dem Gesichtspunkt der Ägyptologie, die es mit einer Kultur zu tun hat, die dem Zeitalter des Glaubens vorausging und deren Wiederentdeckung seit der Renaissance zum Ende dieses Zeitalters beiträgt. Jan Assmann ist Professor em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg und Professor für allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1998), dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Aleida Assmann, 2018). 
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Kurs-Nr.: 2025202


Journalismus statt Panik – Von der besonderen Aufgabe und Verantwortung der Medien in besonderen Zeiten
Livestream mit Lena Kamp und Georg Mascolo am Di, 15.12.20, 19:30 Uhr

Georg Mascolo begann seine Karriere 1988 für “Spiegel-TV“, 1992 folgte der Wechsel zum Magazin „Der Spiegel“, wo er als Leiter des Ressorts „Deutschland II“ sowie als politischer Korrespondent in den USA arbeitete. Von 2008 bis 2013 war er Chefredakteur des „Spiegel“. Aufsehen erregte u.a. sein Gespräch mit Edward Snowden 2013 in Moskau über dessen Enthüllungen in der NSA-Affäre. Seit 2014 ist Mascolo Leiter der Recherchekooperation von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. 
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Kurs-Nr.: 2025104

 

Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft & Kultur verändert 
Livestream mit Prof. Thomas Bauer am Di, 12.01.21, 19:30 Uhr

Während die Welt immer komplexer wird ist gleichzeitig – nicht nur in westlichen Gesellschaften – ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, schwindet offensichtlich weltweit. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität. Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und gilt als einer der führenden Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.
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Kurs-Nr.: 2115000
 

Warum es kein islamisches Mittelalter gab – Das Erbe der Antike und der Orient
Livestream mit Prof. Thomas Bauer am Fr, 15.01.21, 19:30 Uhr

Dem Islam wird oft vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Referent Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht. Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und gilt als einer der führendsten Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet. 
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Kurs-Nr.: 2115200

 


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