vhs.wissen live: Kostenlose Vorträge als Livestream


Nächster Livestream mit Prof. Michael Butter am Di, 01.12.20, 19:30 Uhr: Verschwörungstheorien: Charakteristika – Funktionen – Folgen

Mit vhs.wissen live kommt ein digitales Wissenschaftsprogramm direkt zu Ihnen ins Wohnzimmer. Sie können hochkarätige Vorträge von Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Gesellschaft digital verfolgen und anschließend live mit ihnen diskutieren. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie per E-Mail den Link zum Livestream. Kooperationspartner dieser bundesweiten Reihe sind u.a. die Max-Planck-Gesellschaft, Akatech und die Süddeutsche Zeitung. Gefördert von der Emder Partnerschaft für Demokratie aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben“.

Die Teilnahme an der Vortragsreihe ist für alle Bürger*innen der Stadt Emden kostenlos, da die Teilnahmegebühren von der Emder Partnerschaft für Demokratie übernommen werden, um der sozialen Beschränkung des öffentlichen Diskurses während der Corona-Pandemie entgegen zu wirken. Die Emder Partnerschaft für Demokratie wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben!“. Weitere Informationen hier: https://www.vhs-emden.de/programm/partnerschaft-fuer-demokratie/#inhalt

Hier finden Sie einen Programmflyer als PDF mit allen Livestreams
 

Verschwörungstheorien: Charakteristika – Funktionen – Folgen
Livestream mit Prof. Michael Butter am Di, 01.12.20, 19:30 Uhr

Was macht eigentlich eine Verschwörungstheorie aus, und warum glauben Menschen daran? Haben Verschwörungstheorien in den letzten Jahren zugenommen, oder sind sie durch das Internet nur sichtbarer geworden? Und warum sind sie unter den Anhängern der neuen populistischen Bewegungen so verbreitet? Ist das gefährlich für unsere Demokratie, und was kann man dagegen tun? Anhand aktueller und historischer Beispiele wird der Vortrag in das Wesen und die Wirkung des konspirationistischen Denkens einführen. Referent Michael Butter ist Professor für amerikanische Literatur- und Kulturgeschichte an der Universität Tübingen. Er koordiniert ein europäisches Netzwerk zur Erforschung von Verschwörungstheorien, an dem über 150 Wissenschaftler*innen aus 36 Ländern und mehr als einem Dutzend Disziplinen beteiligt sind. Im März 2018 erschien in der Edition Suhrkamp sein Buch „Nichts ist, wie es scheint: Über Verschwörungstheorien“.
1 Abend, online, gebührenfrei, Anmeldung erforderlich: Hier können Sie sich online anmelden
Kurs-Nr.: 2025106

 

Das Zeitalter des Glaubens – Aufstieg und Niedergang der uns vertrauten Form von Religion
Livestream mit Prof. Jan Assmann am Do, 10.12.20, 19:30  Uhr

Das „Zeitalter des Glaubens“ begann mit der Emanzipation der Religion vom Staat um 500 v.Chr. im frühen Judentum und begann zu verblassen mit der Emanzipation des Staates von der Religion im 18. und 19. Jh. Diese Geschichte behandelt der Vortrag aus dem Gesichtspunkt der Ägyptologie, die es mit einer Kultur zu tun hat, die dem Zeitalter des Glaubens vorausging und deren Wiederentdeckung seit der Renaissance zum Ende dieses Zeitalters beiträgt. Jan Assmann ist Professor em. für Ägyptologie an der Universität Heidelberg und Professor für allgemeine Kulturwissenschaft an der Universität Konstanz. Er wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Historikerpreis (1998), dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa (2016) und dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (mit Aleida Assmann, 2018). 
1 Abend, online, gebührenfrei, Anmeldung erforderlich: Hier können Sie sich online anmelden
Kurs-Nr.: 2025202


Journalismus statt Panik – Von der besonderen Aufgabe und Verantwortung der Medien in besonderen Zeiten
Livestream mit Lena Kamp und Georg Mascolo am Di, 15.12.20, 19:30 Uhr

Georg Mascolo begann seine Karriere 1988 für “Spiegel-TV“, 1992 folgte der Wechsel zum Magazin „Der Spiegel“, wo er als Leiter des Ressorts „Deutschland II“ sowie als politischer Korrespondent in den USA arbeitete. Von 2008 bis 2013 war er Chefredakteur des „Spiegel“. Aufsehen erregte u.a. sein Gespräch mit Edward Snowden 2013 in Moskau über dessen Enthüllungen in der NSA-Affäre. Seit 2014 ist Mascolo Leiter der Recherchekooperation von Süddeutscher Zeitung, NDR und WDR. 
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Kurs-Nr.: 2025104

 

Auf der Suche nach Eindeutigkeit. Wie die Flucht vor Ambiguität Gesellschaft & Kultur verändert 
Livestream mit Prof. Thomas Bauer am Di, 12.01.21, 19:30 Uhr

Während die Welt immer komplexer wird ist gleichzeitig – nicht nur in westlichen Gesellschaften – ein Rückgang an Ambiguitätstoleranz festzustellen. Die Fähigkeit, Widersprüche auszuhalten, Ungewissheiten zu ertragen, andere Sichtweisen gelten zu lassen, schwindet offensichtlich weltweit. Dies hat nicht nur Auswirkungen auf die Gesellschaft, etwa auf die Akzeptanz von Demokratie, sondern auch auf jene Bereiche der Kultur, die auf Ambiguitätstoleranz angewiesen sind, ja dazu beitragen könnten, Ambiguitätstoleranz in der Gesellschaft zu stärken wie Theater, Kunst und Musik. Auch ein auf möglichst schnelle und effiziente Ausbildung gerichtetes Bildungssystem lässt immer weniger Raum für spielerische Kreativität. Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und gilt als einer der führenden Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet.
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Kurs-Nr.: 2115000
 

Warum es kein islamisches Mittelalter gab – Das Erbe der Antike und der Orient
Livestream mit Prof. Thomas Bauer am Fr, 15.01.21, 19:30 Uhr

Dem Islam wird oft vorgeworfen, er sei im Mittelalter stecken geblieben. Was aber, wenn es gar kein islamisches Mittelalter gab? Jahrhundertelang waren im Orient die antiken Städte lebendig, mit Bädern, Kirchen, Moscheen und anderen steinernen Großbauten, während sie in Europa zu Ruinen verfielen. Ärzte führten die Medizin Galens fort, Naturwissenschaften und Liebesdichtung blühten auf. Kupfermünzen, Dachziegel, Glas: Im Alltag des Orients gab es lauter antike Errungenschaften, die Mitteleuropäer erst zu Beginn der Neuzeit (wieder) neu entdeckten. Referent Thomas Bauer schildert in dem Vortrag, wie die antike Kultur von al-Andalus über Nordafrika und Syrien bis Persien fortlebte und warum das 11. Jahrhundert in ganz Eurasien, vom Hindukusch bis Westeuropa, eine Zäsur bildet, auf die in der islamischen Welt bald die Neuzeit folgte. Er widerlegt damit überzeugend die eingespielten Epochengrenzen und rückt eingefahrene Sichtweisen auf Orient und Okzident zurecht. Thomas Bauer ist Professor für Arabistik und gilt als einer der führendsten Islamwissenschaftler. 2013 wurde er von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgezeichnet. 
1 Abend, online, gebührenfrei, Anmeldung erforderlich: Hier können Sie sich online anmelden
Kurs-Nr.: 2115200

 


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