Lesung & Diskussion mit Journalistin Ferda Ataman am 22.10.2019


Hört auf zu fragen. ICH BIN VON HIER!

Am Dienstag, 22. Oktober, findet um 19:30 Uhr eine kostenlose Lesung mit Ferda Ataman im vhs-Forum statt. Die in Berlin lebende Journalistin stellt fest: Die Art, wie wir über Migration, Geflüchtete und Integration reden, zeigt: Wir haben ein Wahrnehmungsproblem. Wir tun so, als könnten wir ernsthaft entscheiden, ob wir Migranten im Land haben wollen oder nicht, und wenn ja, wie viele wir davon vertragen. Das ist Blödsinn. Sie sind längst da - und ein Teil des »wir«. Die Vorstellung von einer »weißen« Aufnahmegesellschaft, in die Migranten reinkommen, ist eine Art deutsche Lebenslüge, sagt Journalistin Ferda Ataman. Wie viele andere Deutsche, die mit einem ausländischen Namen aufgewachsen sind, reißt ihr langsam der Geduldsfaden. Sie hat es satt, dauernd erklären zu müssen, wo sie eigentlich herkommt, wie sie zu Erdogan steht oder was sie vom Kopftuch hält. Nur wegen ihres Namens oder des Geburtslandes ihrer Eltern. In ihrer pointierten Streitschrift stellt Ataman fest: »Wir haben ein Demokratieproblem, kein Migrationsproblem. ABER: Wir sind weltoffener, als wir denken. Also Schluss mit Apokalypse.« Ferda Ataman ist Publizistin und arbeitet seit vielen Jahren im Bereich Migration und Integration. Seit 2018 schreibt sie die Heimatkunde-Kolumne bei Spiegel Online. Sie ist Vorsitzende der Initiative »Neue deutsche Medienmacher«, der größten bundesweiten Vereinigung von Medienschaffenden aus Einwandererfamilien. Und sie ist Sprecherin der »neuen deutschen organisationen«, einem bundesweiten Zusammenschluss von Vereinen und Initiativen, die sich gegen Rassismus und für Vielfalt in der Gesellschaft einsetzen. Im Anschluss an den Vortag gibt es eine Publikums-Diskussion. Die Lesung wird durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums gefördert.

Foto: Andreas Labes
 


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