15.09.: Geflohen, vertrieben - angekommen!? Geschichten von Gewaltmigration seit 1945


Zeitzeug*innen aus acht Jahrzehnten berichten in diesem Onlinekurs über ihre Geschichte und ihre persönlichen Erfahrungen in ihrem Herkunftsland, während der Flucht und nach der Ankunft in Deutschland. Gemeinsam mit ihnen sowie Expert*innen aus Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Politik werden persönliche Schicksale, historische Ursachen sowie politisch-kulturelle Folgen von Toleranz und Integration bis hin zu Ausländerhass und Populismus beleuchtet und erörtert.

Rund die Hälfte der heute in Niedersachsen lebenden Menschen hat einen familiären Bezug zu Flucht, Deportation und Vertreibung. Dem wollen die Niedersächsische Landesbeauftragte für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Editha Westmann MdL, und die niedersächsischen Landesverbände des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und des Bundes der Vertriebenen Rechnung tragen. Zum 75-jährigen Jubiläum des Landes Niedersachsen haben sie das Projekt „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ aufgelegt. Ziel des Projekts ist es, die Wege der seit 1945 infolge von Gewaltmigration nach Niedersachsen gekommenen Menschen nachzuzeichnen und deren Geschichte zugänglich und verständlich zu machen.

Das Vorhaben umfasst fünf Webseminare, die in Kooperation mit Volkshochschulen angeboten werden, und eine Abschlussveranstaltung im Forum des Niedersächsischen Landtags. Die Webseminare behandeln die Schicksale der deutschen Heimatvertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler, der vietnamesischen Boatpeople und jugoslawischen und syrischen Kriegsflüchtlinge sowie die Spätfolgen der NS-Zwangsarbeit und die Gründe für das besondere deutsche Asylrecht. Die Anmeldung erfolgt über teilnehmende Volkshochschulen in Niedersachsen. Nach bestätigter Anmeldung werden die Zugangsdaten übermittelt.

Der Auftakt findet am 15. September 2021 um 19.30 Uhr statt. Thema werden die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg sein. Die digitale Veranstaltung bietet O-Töne von Zeitzeugen aus Ostpreußen und Schlesien, ein Studiogespräch zwischen dem Historiker Dr. Wolfgang Schroeter und der Landesbeauftragten Editha Westmann sowie die Möglichkeit für Teilnehmer, sich mit eigenen Beiträgen einzubringen.

Die weiteren Webseminare folgen am 22. September, 29. September, 27. Oktober und 3. November. Das Projekt „Geflohen, vertrieben – angekommen!?“ findet am 12. November mit einer Präsenzveranstaltung im Niedersächsischen Landtag seinen feierlichen Abschluss. An dieser Veranstaltung wird auch der Vorsitzende des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, der Niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne, teilnehmen.

Teilnehmende Volkshochschulen: Northeim, Buxtehude, Celle, Bremen, Lüneburg, Uelzen/Lüchow Dannenberg, Vorpommern Greifswald, Aurich, Cloppenburg, Delmenhorst, Emden, Leer, Oldenburg, Hatten u. Wardenburg, Coesfeld, Billerbeck, Nottuln, Löhne, Minden/Bad Oeynhausen, Mecklenburgische Seenplatte, Hildesheim, Hannover-Land, Nienburg

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