Kostenloser Informationsabend am 29.10., 19 Uhr: Qualifizierung ehrenamtliche Hospizbegleitung

Bildunterschrift: Stefan Kamer (Geschäftsführer vom Paritätischen Emden und Betreiber des Hospiz Stiftung Isensee), Birgit Momberger (Leiterin vhs Emden), Annika Harmeling (Fachbereichsleiterin Gesundheit vhs Emden), Harald Hemken (Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Emden Ostfriesland e.V.)

Am 10. Oktober wurde das neue Hospiz Stiftung Isensee in Emden eröffnet. Um künftig eine hospizliche und palliative Begleitung schwerstkranker und sterbender Menschen und ihrer Angehörigen zu gewährleisten, ist das Engagement Ehrenamtlicher unerlässlich. Aus diesem Grund bietet das Hospiz Stiftung Isensee ab Februar 2020 in Kooperation mit der der Volkshochschule Emden eine Qualifizierung für ehrenamtliche Hospizbegleiter*innen an. Am Dienstag, 29. Oktober, findet um 19 Uhr ein kostenloser Informationsabend in der vhs Emden statt.

In dem mehrwöchigen Kurs geht es vor allem darum, die Teilnehmenden in rund 125 Unterrichtsstunden auf die Begleitung sterbender Menschen und der ihnen Nahestehenden vorzubereiten. „Wir legen großen Wert auf eine qualifizierte Vorbereitung für diese verantwortungsvolle Tätigkeit“, so vhs-Leiterin Birgit Momberger. Die Dauer der Ausbildung ist daher an die Empfehlung der Bundesarbeitsgemeinschaft Hospiz e.V. angelehnt, die die Wünsche und Bedürfnisse des sterbenden Menschen ins Zentrum der Hospizarbeit rückt. „Ehrenamtliche leisten einen unverzichtbaren Beitrag in dieser letzten Lebensphase“, betont auch Harald Hemken, Vorsitzender des Fördervereins Hospiz Emden Ostfriesland e.V.

„An den etwa 20 Kurstagen, die immer freitags und samstags stattfinden, erfahren die angehenden Hospizbegleiter*innen mehr über die Ziele und Aufgaben der Hospizbewegung, über Sterbe- und Trauerphasen sowie über rechtliche Grundlagen (Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht)“, erklärt Annika Harmeling, die den Fachbereich Gesundheit und Familie in der vhs Emden leitet. Die Teilnehmenden sollten bereit sein, sich persönlich mit den Themen Sterben und Tod auseinanderzusetzen, und eigene Erfahrungen sowie die anderer zu reflektieren und zu respektieren. Sie lernen mehr über die Kommunikation mit Kranken sowie Angehörigen, Spiritualität und Trauerkultur. Zudem sind Exkursionen in das Hospiz Emden oder in ein Bestattungsinstitut geplant.

„Neben den theoretischen Grundlagen ist auch eine Hospitation im Umfang von 40 Stunden geplant. Wir würden uns natürlich freuen, wenn diese bei uns im Emder Hospiz geleistet wird“, so Stefan Kamer, Geschäftsführer vom Paritätischen Emden und Betreiber des Hospiz Stiftung Isensee. Die Kosten der Qualifizierung werden übrigens bei einem späterem Einsatz für das Hospiz Stiftung Isensee Emden erstattet. Auch nach der Qualifizierung werden die ehrenamtlichen Hospizbegleiter*innen stetig fortgebildet. „Dabei geht es dann um die Kenntniserweiterung zu spezifischen Themen, die sich im praktischen Alltag der Hospizbegleiter*innen ergeben“, so Stefan Kamer.

Der Informationsabend am Dienstag, 29. Oktober ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten. Anmeldungen sind telefonisch im Sekretariat der vhs Emden unter 9155-0 oder über die Homepage unter www.vhs-emden.de möglich. Für inhaltliche Rückfragen steht Annika Harmeling (Tel. 9155-44) zur Verfügung.


Garantiefonds Hochschule

Foto: Birgit Momberger (Leiterin vhs Emden), Marc Delskamp (Projektkoordinator vhs Emden), Prof. Dr. Carsten Wilken (Vizepräsident für Studium und Lehre, HS Emden/Leer), Birte Engelberts (Leiterin Studienberatung), vorne: Katharina Löwen, Manaf Mohamad Alali (Teilnehmende des neuen Kurses), Selina Vohlken und Boubacar Sokona (Bildungsberater Garantiefonds Hochschule), Mhama Awidah (Teilnehmer)

Erstmalig bietet die Volkshochschule Emden gemeinsam mit der Hochschule Emden/Leer in diesem Semester studienvorbereitende Sprachkurse des Garantiefonds Hochschule für junge Zuwanderinnen und Zuwanderer an. Die Bildungsberatung des Garantiefonds Hochschule (GF-H) wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert – mit dem Ziel, junge Zugewanderte aus der ganzen Welt bei der Aufnahme oder Fortsetzung einer akademischen Laufbahn zu beraten und durch ein Stipendium zu unterstützen. Zu den wichtigsten geförderten Maßnahmen gehören Sprachkurse und Kurse, die einen Hochschulzugang ermöglichen.

Zwei dieser Kurse sind jetzt in der vhs Emden gestartet. Birgit Momberger (Leiterin vhs Emden), Marc Delskamp (Projektkoordinator vhs Emden), Prof. Dr. Carsten Wilken (Vizepräsident für Studium und Lehre, HS Emden/Leer), Birte Engelberts (Leiterin Studienberatung), sowie Boubacar Sokona und Selina Vohlken (Bildungsberater Garantiefonds Hochschule, Träger Caritas Verband für die Stadt und den Landkreis Osnabrück) begrüßten am Mittwoch, 09. Oktober, die ersten Deutsch- und Englischkurse dieses Projekts. Die 17 Teilnehmer*innen kommen ursprünglich aus Syrien, der Ukraine und Russland und sind für die Sprachkurse jetzt extra aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen nach Emden gezogen. Birte Engelberts und Marc Delskamp haben sie dabei bereits im Vorfeld tatkräftig unterstützt – für einen Großteil der Neuankömmlinge eine passende Unterkunft zu finden, war gar nicht so einfach. „Wir freuen uns, mit diesem Projekt nun auch einen Schritt weitergehen zu können, und Geflüchteten nicht nur die deutsche Sprache zu vermitteln, sondern ihnen auch dabei zu helfen, in unserer Mitte Fuß zu fassen und sich hier eine neue Zukunft aufzubauen“, so vhs-Leiterin Birgit Momberger.

Manaf Mohamad Alali ist 30 Jahre alt und kommt aus Syrien. Er hat dort englische Literatur mit Abschluss studiert und auch schon als Lehrer gearbeitet. 2016 ist er nach Deutschland gekommen und möchte hier jetzt seinen Master oder ein Aufbauprogramm machen, um wieder englische Literatur zu unterrichten. Für den studienvorbereitenden Englischkurs ist er aus Osnabrück für sechs Monate nach Emden gekommen und ist bei seinen Recherchen im Internet als erstes auf Otto gestoßen. „Emden ist eine schöne Stadt mit viel Wasser“, findet er.

Mhamad Awidah ist 25 Jahre alt und kommt ebenfalls aus Syrien, wo er 3 Jahre Administrative Sciences in Aleppo studiert hat. 2015 ist er über den Libanon und die Türkei nach Deutschland geflüchtet, seit 2016 lebt er in Salzbergen. Mhamads Wunsch ist es, in Deutschland Betriebswirtschaft zu studieren und hier anschließend einen festen Job zu finden. An Deutschland mag er vor allem, dass es hier viele Chancen und Möglichkeiten für alle gibt, egal welcher Herkunft. Das einzige, was ihm nicht so gut gefällt, ist das Wetter, gibt er schmunzelnd zu.

Für die Förderung nach den Richtlinien des Garantiefonds Hochschule kommen Geflüchtete, Spätaussiedler*innen und jüdische Immigranten*innen in Frage, die sich nun auch in Emden individuell und ausführlich über geeignete Qualifizierungsangebote in Deutschland informieren können. Gemeinsam mit den Bildungsberatern*innen wird ein Bildungsplan entwickelt, in dem der effektivste Weg zum jeweiligen Ausbildungsziel aufgezeigt wird – unter Berücksichtigung der jeweiligen ausländischen Vorbildung. Zu den Kernpunkten der Beratung gehört daher vor allem auch die Bewertung der Vorbildung und die Aufklärung über sprachliche Anforderungen. Die Ratsuchenden werden zudem bei Bewerbungsverfahren unterstützt und erhalten Hilfestellungen, wenn es um Möglichkeiten der Ausbildungsfinanzierung und -förderung geht. Unabhängig von der Förderung, werden alle kostenlos beraten, die in Deutschland studieren möchten.

Durch den Austausch und die Kooperation zwischen der Volkshochschule und der Hochschule sollen die Teilnehmer*innen jetzt auch gezielt einen Einblick in das Campusleben und den studentischen Alltag an der Hochschule Emden/Leer bekommen. So können sie in diesen sechs Monaten bereits an Lehrveranstaltungen und an weiteren Aktivitäten – wie beispielsweise Internationale Abende und Campus Kino teilnehmen. „Flüchtlingshilfe und Integration bleiben für uns als Hochschule eine Daueraufgabe. Einerseits sind Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung in unserem Leitbild verankert, andererseits ist ein Beitrag zur gelungenen Integration von Flüchtlingen auch ein Beitrag für die Entwicklung unserer Region“, so Carsten Wilken, Vizepräsident der Hochschule Emden/Leer. Ebenfalls sind durch die vhs Exkursionen in der Region geplant, damit die Zuwanderer sich in Ostfriesland einleben und wohlfühlen können.


12. Emder Friedenstage beginnen am 1. September

Volkshochschule und Friedensforum laden zu Vorträgen und Diskussionen ein

Programmflyer als PDF

„Nicht der Krieg, der Friede ist der Ernstfall“. Dieses Wort des ehemaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann ist das Leitwort des Emder Friedensforums, das auch in diesem Jahr zusammen mit der vhs Emden die mittlerweile 12. Emder Friedenstage organisiert.

Zum Auftakt am 1. September 2019 um 17.00 Uhr in der Neuen Kirche eröffnet der ostfriesische Maler und Grafiker Bodo Olthoff die Ausstellung seines Triptychons „Emden, 6. September 1944“ mit dem besonderen Fokus auf den mittleren Teil des Kunstwerkes, den Kindern im Krieg. Mit der Situation der Kinder in heutigen Kriegen werden sich Emder Schülerinnen und Schüler vom Max-Windmüller-Gymnasium in einer szenischen Lesung kreativ an der Ausstellungseröffnung zum Internationalen Antikriegstag beteiligen.

Lühr Henken, Sprecher des Bundesausschusses Friedensratschlag aus Berlin wird sich am Dienstag, 10. September mit der Aufkündigung der atomaren Rüstungskontrolle und ihren bedrohlichen Folgen sowie den notwendigen Gegenmaßnahmen befassen, um ein neues internationales Wettrüsten in Europa und weltweit zu verhindern. Für diesen Abend hat Oberbürgermeister Bernd Bornemann seine Teilnahme angekündigt. Emden ist Mitglied des weltweiten Städtenetzwerkes „Mayors for Peace“, das sich für die Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen einsetzt.

Am 17.September geht Dr. Rolf Gössner, Rechtsanwalt und Kuratoriumsmitglied der Internationalen Liga für Menschenrechte der Frage nach, ob durch die jüngste Verschärfung der deutschen Polizeigesetze und durch neue technische Überwachungsmöglichkeiten des Staates die Freiheit aller Bürger auf dem Altar der Sicherheit geopfert wird.

Michael Schulze, Politikwissenschaftler im Beirat der Informationsstelle Militarisierung (IMI) wirft am Donnerstag, 26. September einen kritischen Blick auf die aktuelle Nachwuchswerbung der Bundeswehr.

Die Abschlussveranstaltung am 24. Oktober eröffnet schließlich neue Horizonte einer künftigen, rein zivilen Friedens- und Sicherheitspolitik. Ralf Becker, Projektkoordinator der Evangelischen Kirche in Baden, lädt dazu ein, Sicherheit neu zu denken.  

Alle vier Vortragsveranstaltungen finden um 19.30 Uhr im Forum der vhs-Emden statt. Der Eintritt ist frei.

 


Das vhs-Semester startet mit vielen Highlights in die neue Saison

Mit rund 260 Kursen und Veranstaltungen wird das neue vhs-Semester eingeläutet, in dem sich Emder und Emderinnen gleich auf mehrere Highlights freuen dürfen: Es gibt wieder abwechslungsreiche neue Angebote zu entdecken, die zum Teil kostenlos sind. Außerdem feiert die Volkshochschule Emden am 20. September das Internationale Fest, die Lange Nacht der Volkshochschulen und ihren 70. Geburtstag.

Neben altbewährten Kursen aus den Bereichen Gesellschaft, Kultur, Familie, Gesundheit, Sprachen und Beruf/EDV/Kommunikation kann man auch dieses Mal wieder eine Reihe von neuen Angeboten im aktuellen Programmheft entdecken, wie beispielsweise ein Apfelseminar „Ut Appeltuun in´t Köken – alte ostfriesische Apfelsorten erkunden“, eine märchenhafte Yogastunde mit dem Titel „Löwengleich und Mondenschön“ oder einen Schnupperkurs im 10-Finger-Tastschreiben. Besonders hervorzuheben sind eine Reihe von Vorträgen zu relevanten Themen, die jeden etwas angehen, wie Organspende – Ja oder nein?, Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht. Erstmalig wird auch eine Qualifizierung zur ehrenamtlichen Hospizbegleitung angeboten. Ab dem 15. November findet anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl eine Fortbildung für Frauen statt, die sich politisch engagieren möchten. Ein weiterer Schwerpunkt im Programm der vhs Emden ist der Klimaschutz, im Rahmen der Zukunftswerkstatt „Emden gegen Plastik“ finden gleich drei Veranstaltungen statt: Der Meeresbiologe Dr. Lars Gutow forscht seit mehr als zehn Jahren auf dem Gebiet der Mikroplastik und der Vermüllung der Meere und kommt für einen Vortrag mit dem Titel „Endstation Ozean – Unser Müll in den Meeren“ am 10. Oktober nach Emden. Am 15. Oktober wird der Dokumentarfilm „Plastic Planet“ von Regisseur Werner Boote gezeigt, der erstaunliche Fakten und unglaubliche Zusammenhänge aufdeckt. Der Eintritt ist kostenlos. Und am 23. November erfahren Interessierte an einem Vormittag, wie man plastikfrei einkaufen, kochen und genießen kann – ein gemeinsamer Marktbummel und Supermarktbesuch stehen nach Besprechung des vegetarischen Menüs auf dem Programm. Abgerundet wird das Ganze mit einem Vortrag über die bedrohte Vielfalt der heimischen Insekten am 03. September und ein fünftägiger Bildungsurlaub im Februar 2020 beschäftigt sich mit dem Thema „Nachhaltig leben zwischen politischem Ideal und persönlichem Alltag“. Nach der Sommerpause startet der vhs-Filmclub am 09. September mit „Astrid“ in die neue Saison: Einfühlsam erzählt der Film davon, wie die junge Astrid Lindgren im Schweden der 1920er-Jahre mit 18 schwanger wird – ein Skandal für die damalige Zeit. Sie findet den Mut, die Anfeindungen ihres Umfeldes zu überwinden, um ein freies, selbstbestimmtes Leben als moderne Frau zu führen. Bis Ende Januar 2020 gibt es wieder 19 Filme zu entdecken – darunter preisgekrönte, bewegende und unterhaltsame Werke, die unter www.filmclub-emden.de zu finden sind.

Im Rahmen der Emder Partnerschaft für Demokratie werden in diesem Semester zum ersten Mal Veranstaltungen angeboten, die durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums gefördert werden und für alle Teilnehmenden kostenfrei sind. So ist die rennomierte Journalistin Ferda Ataman am 22. Oktober für eine Lesung mit anschließender Diskussion in Emden zu Gast. Sie hat es satt, dauernd erklären zu müssen, woher sie eigentlich kommt und stellt in ihrer pointierten Streitschrift fest: „Wir haben ein Demokratieproblem, kein Migrationsproblem. ABER: Wir sind weltoffener, als wir denken. Also Schluss mit Apokalypse.“ Am 15. November wird eine wichtige Grundgesetzänderung gefeiert: Vor genau 25 Jahren trat Absatz 3 der Artikels 3 in Kraft: „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“ Auch das wird in der vhs Emden gefeiert – u.a. mit Poetry Slamerin Ninia LaGrande, die eigene Fernsehformate moderiert, regelmäßig bei Kabarett- und Comedysendungen auftritt und dafür schon mit mehreren Preisen ausgezeichnet wurde. Ein kostenloses Argumentationstraining gegen Rassismus und Diskriminierung wird am 16. November angeboten und am 06. und 07. September findet ein Selbstverteidigungskurs für Migrantinnen statt.

Im Moment dringen noch laute Bohr- und Klopfgeräusche aus der Eingangshalle der vhs Emden, die Umbauarbeiten laufen auf Hochtouren. Ab September ist es dann endlich soweit: Das vhs-Foyer erstrahlt in neuem Glanz! „Wir wollten die vhs für unsere Besucher und Besucherinnen attraktiver machen“, so vhs-Leiterin Birgit Momberger, die sich gemeinsam mit dem Vorstand und ihrem Team auf die neu gestaltete Eingangshalle freut, in der sich dann auch das Sekretariat befinden wird. „Uns lag es am Herzen, diesen Bereich zu einem Ort der Begegnung umzubauen, der auch zum Verweilen einlädt“, erklärt Birgit Momberger weiter. Zu einem Ort der Begegnung verwandelt sich die vhs Emden auch am 20. September: Dann feiert die Volkshochschule ihren 70. Geburtstag und lädt alle herzlich dazu ein, mitzufeiern. „Da wir im September traditionell das Internationale Fest feiern, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, unsere Geburtstagsparty einfach mit dem Fest zusammenzulegen“, erklärt Birgit Momberger. Zugleich machen über 200 Volkshochschulen an diesem Tag mit einer bundesweiten Aktion auf sich aufmerksam: In der ersten Langen Nacht der Volkshochschulen setzen sie an diesem Abend ein deutliches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Beim Internationalen Fest feiern Emderinnen und Emder seit inzwischen 33 Jahren friedlich zusammen und machen sich damit für Integration und Gemeinsamkeit stark. Daher freut sich die vhs Emden in ihrem Jubiläumsjahr am 20. September unter dem Motto „Demokratie leben!“ all diese Feierlichkeiten an einem Abend und unter einem Dach zu vereinen. Neben Tanz, Musik, Literatur, Information und kulinarischen Köstlichkeiten aus aller Welt gibt es dieses Mal ab 18 Uhr auch viele originelle Schnupperangebote aus allen Programmbereichen, die Appetit auf Mehr machen.

Auch die Stadtbücherei der vhs Emden feiert im September ein Jubiläum: Die Vorlese- und Bastelstunde gibt es am 05. September seit 10 Jahren. Alle Kinder, die damals selbst zugehört und gebastelt haben, sind herzlich dazu eingeladen, sich zu melden: Wer Lust hat, kann bei der Jubiläumsveranstaltung am 05. September anderen Kindern lustige Geschichten vorlesen und mit ihnen basteln – bei Interesse einfach in der Stadtbücherei melden! Die Vorlese- und Bastelstunden werden auch in diesem Semester wieder regelmäßig angeboten. Darüber hinaus stehen zahlreiche abwechslungsreiche Aktionen für Groß und Klein auf dem Programm: Der Emder Arzt Ghassan Al-Halabi liest während der Nachtbücherei beim Internationalen Fest am 20. September, im September werden traditionell wieder Lesungen in Plattdeutsch angeboten, beim Abenteuerspiel „Escape-Room-Game“ können Jugendliche ab 16 Jahren knifflige Rätsel lösen und im Dezember können die Kleinen beim Weihnachtsbilderbuchkino – auch in Plattdeutsch – spannenden Geschichten lauschen und anschließend basteln. 

Ab sofort liegen die kostenlosen vhs-Programmhefte im CineStar, Combi im West-Center, multi Emden, Markant in Wolthusen, Friesentherme, Kulturbunker, Musische Akademie, kultur-events emden und natürlich in der vhs Emden aus. Weitere Informationen und Anmeldungen: www.vhs-emden.de, Tel. 04921 9155-0. 

Das Bundesprogramm "Demokratie leben!" fördert deutschlandweit Projekte, die sich für ein vielfältiges, gewaltfreies und demokratisches Miteinander einsetzen. Menschenfeindliche Äußerungen und Handlungen gefährden die Demokratie und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher unterstützt das Bundesfamilienministerium mit dem Bundesprogramm "Demokratie leben!" bereits seit 2015 Initiativen und Vereine, die sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit einsetzen. Das Programm fördert deutschlandweit mehr als 600 Projekte mit kommunalen, regionalen und  überregionalen Schwerpunkten.

 

 


Realschulabschluss: 19 erfolgreiche Absolventen in der Volkshochschule Emden

Insgesamt 19 junge Menschen haben in der Volkshochschule Emden erfolgreich ihren Abschluss „Sekundarabschluss I – Realschulabschluss“ bzw. „Erweiterter Sekundarabschluss I“ bestanden. Die Zeugnisse wurden am Freitag, 05. Juli 2019, im Rahmen einer feierlichen Stunde und im Beisein des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, dem Schulleiter der Schule Wybelsum Herrn Raimund Harms, in der vhs Emden übergeben. Dort war dann auch Zeit für die Absolventen, sich auszutauschen und über die Zukunftspläne zu berichten. Einige von ihnen planen das Abitur zu machen, wieder andere haben bereits einen Ausbildungsplatz.

Seit 10 Monaten haben sie sich in der Volkshochschule Emden im Rahmen eines Vorbereitungskurses mit den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie, Physik, Geschichte und Politik intensiv darauf vorbereitet, sodass zehn Teilnehmer/innen den „erweiterten Sekundarabschluss I“ erhielten und neun den „Sekundarabschluss I - Realschulabschluss.

Am 26. August 2019 beginnen gleich zwei neue Vorbereitungskurse: Vormittags startet ein neuer Realschulkurs und nachmittags ein Hauptschulkurs. Interessierte sollten sich schon jetzt bei der vhs Emden melden – Anmeldungen sind ab dem 31. Juli möglich. Kontakt: 04921/ 9155-0.

Bildunterschrift: Die Absolvent*innen von links nach rechts: Ben Walter, Katja Lechner (stellv. Schulleiterin Schule Wybelsum), Saskia Schultdrees, Raimund Harms (Schulleiter Schule Wybelsum), Maya Girke (Fach Biologie), Julia Liebert, Cynthia Klaaßen, Steven-Marcel Gläßer (Klassenbester 1,5), Eren Demir, Bastian Mencke Jansen, Chris Röder, Kenny-Matya Karstens, Salem Djeffane, Thorben Schmietenknop, Oliver Deutsch, Annika Harmeling (Fachbereichsleitung vhs Emden), Birgit Momberger (Leitung vhs Emden)


Das Programm des Sommernachtskino 2019 steht fest

Seltene Löwen, liebenswerte Bären, Monsieur Claude und der noch junge Hape Kerkeling sind beim diesjährigen Sommernachtskino im Van-Ameren-Bad zu Besuch – los geht es am 3. August

Bereits zum 19. Mal verwandelt sich das Emder Freibad an vier Freitagen im August zu einem beliebten Treffpunkt für musik- und filmbegeisterte Emder und Emderinnen. Auch in diesem Jahr laden der vhs Filmclub und der Förderverein Van-Ameren-Bad wieder zu einem echten Sommerhighlight ein: In lauen Sommernächten kommen Familien und Freunde im Freibad an der Kesselschleuse zusammen, um zu der Musik bekannter Bands aus der Region in den Feierabend zu tanzen und in entspannter Atmosphäre Leckeres vom Grill und kühle Getränke zu genießen. Das musikalische Programm reicht von Rock- und Popklassikern bis zu modernen Chart-Hits. Freuen darf man sich jeweils ab 19 Uhr auf die Gruppen Level One (02.08.), Backstage (09.08.), Wildcard (16.08.) und Beat-Stones (23.08.).

Mit Einbruch der Dunkelheit verwandelt sich die Freibad-Wiese ab circa 22 Uhr in ein großes Kino unter dem Sternenhimmel: Der vhs Filmclub hat erneut ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Filmprogramm für alle Generationen zusammengestellt, und zeigt in diesem Jahr während der Schulferien gleich zwei Familienfilme. So können sich die Besucher*innen auf atemberaubend schöne Landschaften freuen und Bekanntschaft mit einem seltenen Löwen, einem liebenswert-tollpatschigen Bären, einem ungewollt-komischen Monsieur Claude und dem noch jungen Hape Kerkeling machen. Lachattacken sind dank der beiden letzteren Herren garantiert, ebenso wie bewegende Momente!

Los geht es am 3. August, dem vorletzten Freitag der Sommerferien, mit dem spannenden Familienabenteuer „Mia und der weiße Löwe“, das vor der traumhaften Kulisse Südafrikas von einer innigen Freundschaft zwischen dem Teenagermädchen Mia und einem seltenen, weißen Löwen erzählt. Bevor der Film überhaupt zustande kam, gab es eine spezielle Bedingung für die Dreharbeiten: „Du müsstest bereit sein, den Film über drei Jahre zu drehen, mit einem ganz jungen Löwen – und nur mit diesem einen, damit zwischen den beiden eine tiefe Bindung entstehen kann“, war der Rat von Löwenflüsterer Kevin Richardson. Regisseur Gille de Maistre ließ sich darauf ein und so kann der Zuschauer Mia und der Entwicklung des flauschigen weißen Babylöwen zu einer prächtigen großen Raubkatze quasi beim Aufwachsen begleiten. Unterstützt von Tierschutzorganisationen und einem Wildreservat hat der Film eine weitere wichtige Botschaft: Er soll auf die faszinierenden und wunderschönen wilden Tiere aufmerksam machen, die heute leider immer noch beliebte Jagdbeute sind.

Tierisch geht es auch am 09. August weiter: Dann erobert der tollpatschige Bär in „Paddington 2“ die Leinwand im Emder Freibad – und ganz nebenbei auch die Herzen von Jung und Alt. Der liebenswerte Bär mit Schlapphut und Dufflecoat hat bereits weltweit die Kinobesucher begeistert, allein in Deutschland über 2 Millionen. In Teil 2 kehrt Paddington zurück und landet zunächst einmal hinter Gittern. Jemand hat sein einzigartiges Geschenk für Tante Lucy gestohlen, das Dumme ist nur, dass die Polizei Paddington dieser Tat bezichtigt. Während der optimistische Bär sich mit den Insassen anfreundet, setzt Familie Brown alles in Bewegung, um ihn zu befreien… „Wäre es nicht schön, wenn es Paddington wirklich gäbe?“ schrieb Spiegel Online – im August kann man ihn zumindest einen Abend lang auf großer Leinwand erleben. Ein charmantes Kinoerlebnis für die ganze Familie!

„Immer für eine Überraschung gut“ lautet der Untertitel von „Monsieur Claude 2“, der am 16. August gezeigt wird: Was mussten Monsieur Claude und seine Frau im erfolgreichen ersten Teil nicht alles über sich ergehen lassen? Beschneidungsrituale, koscheres Essen, Hühnchen halal, 4 multikulturelle Hochzeiten – sie sind wahrlich integrationserprobt! Gerade als sie sich auf ihr Großeltern-Dasein in der heimischen französischen Provinz freuen, eröffnen ihnen ihre Töchter, dass sie mit Kind und Kegel ihr Glück im Ausland suchen wollen. War die ganze schöne Toleranz etwa für die Katz? Monsieur Claude und seine Frau setzen alles daran, ihre muntere Schwiegerschar bei Laune zu halten und sie zum Bleiben zu bringen…Mit noch mehr Scharfsinn, Esprit und Witz soll dieser Film noch besser sein als der erste, verspricht die französische Presse.

Als Abschluss läuft am 23. August der Film „Der Junge muss an die frische Luft“, der auf der berührenden Kindheitsgeschichte von Entertainer Hape Kerkeling basiert. Schon früh entdeckt der 9-jährige Hans-Peter inmitten seiner feierwütigen Verwandtschaft sein komödiantisches Talent. Der Junge versucht aber vor allem seine bedrückte Mutter zum Lachen zu bringen – auch wenn er das drohende Unheil nicht abwenden kann. Oscarpreisträgerin Caroline Link („Jenseits der Stille“) erzählt eine zutiefst berührende Lebensgeschichte – „die bewegendste deutsche Tragikomödie des Jahres“, schreibt Zeit Online.

Veranstaltet wird das Sommernachtskino vom Filmclub der Volkshochschule Emden und dem Van-Ameren-Bad. Förderer dieser Veranstaltungsreihe sind die Stadtwerken Emden, die Sparkasse Emden und das Kulturbüro Emden. Der Eintritt inklusive Schwimmbadbenutzung und Live-Musik kostet 7,00 Euro für Erwachsene und Jugendliche ab 16 Jahren, Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zahlen 4,00 Euro. Das Sommernachtskino findet bei jedem Wetter statt, außer bei starkem Sturm. Einlass ist ab 19 Uhr im Van-Ameren-Bad an der Emder Kesselschleuse, Filmbeginn bei Einbruch der Dunkelheit gegen 22.00 Uhr. 

Foto (v.l.n.r.): Insa Bruns-Breninck (Sparkasse Emden), Carl van Dyken (Förderverein Van-Ameren-Bad), Frank Feilscher (Förderverein Van-Ameren-Bad), Sabina Poppen (vhs Emden), Elke Fehren-Schmitz (Förderverein Van-Ameren-Bad), Andreas Polle (Stadtwerke Emden), Birgit Momberger (vhs Emden), Silke Santjer (vhs Emden)

Hier geht es zu den Filmen

Flyer Sommernachtskino als PDF


Feierliche Zertifikatsübergabe an ehrenamtliche Seniorenbegleiter in der vhs Emden

Mit einer feierlichen Zertifikatsübergabe endete am 29. Mai 2019 der Kurs „DUO Qualifizierung von ehrenamtlichen Seniorenbegleitern“ in den Räumen der vhs Emden. Der Kurs, der im Rahmen einer Kooperation zwischen der vhs Emden und dem Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt Emden stattfindet und von der Freiwilligenakademie Niedersachsen finanziert wird, konnte in seinem bereits sechsten Durchlauf wieder zahlreiche glückliche Teilnehmende verzeichnen. Vier der Teilnehmenden konnte das begehrte Zertifikat übergeben werden. Die Qualifizierung „DUO-ehrenamtliche Seniorenbegleitung“ soll Ehrenamtliche in die Lage versetzen, Senioren und Seniorinnen zu helfen möglichst lange ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu führen. Während der Qualifizierung lernen die Teilnehmenden die besondere Situation älterer Menschen und die spezifischen Probleme des Alters kennen und verstehen. Sie werden qualifiziert, ältere Menschen in Seniorenheimen, im häuslichen Umfeld oder bei der Freizeitgestaltung kompetent zu begleiten.

Es ist beabsichtigt, ab dem 18.09.2019 einen weiteren kostenlosen Qualifizierungskurs anzubieten. Auskünfte dazu erteilen Frau Annika Harmeling, vhs Emden, Tel: 0 49 21 – 91 55 44, E-Mail: a.harmeling@vhs-emden.de und Frau Svenja Wollscheit vom Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt Emden, Tel.: 04921-871476, E-Mail: svenja.christine.wollscheit@emden.de.

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Frau Svenja Wollscheit/Senioren- und Pflegestützpunkt Stadt Emden, Frau Gerda Hartmann, Frau Magret Bensing, Frau Annika Harmeling/vhs Emden, Frau Nadine Pauli/Praktikantin, Frau Alexandra Fuchs und Frau Monika Meyenburg


Erste Förderanträge bewilligt

Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" wurden die ersten beiden Förderanträge bewilligt: Student Janik Daniels (SchLAu Ostfriesland) hat eine Lesung unter dem Titel „Eine Reise an und über Geschlechtergrenzen“ mit Ika Elvau organisiert. Jasamin Pajeh und Henrik Borsutzky vom Kinder- und Jugendzentrum Borssum freuen sich, mit dem Fördergeld das Projekt „Make JUZ bunt again” umzusetzen. Die beiden Sozialpädagogen wollen gemeinsam mit Jugendlichen „ihr” Jugendzentrum selbst verschönern. Bis zum 19. Juni können noch weitere Förderanträge gestellt werden, es sind noch 44 000 Euro im Topf! Gefördert werden Projekte an Schulen, in der Jugendarbeit, in der Erwachsenenbildung, in der Bildung und Weiterbildung, in Vereinen und in allen Bereichen der Zivilgesellschaft, die sich gegen Rechtsextremismus, Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit richten, die demokratisches Verhalten fördern sowie ziviles Engagement für Vielfalt und Offenheit stärken wollen. Wenn Sie kreative Ideen haben und sich für Vielfalt und Offenheit engagieren, melden Sie sich noch schnell! Anträge können beim Fachdienst Jugendförderung der Stadt gestellt werden, Informationen und Beratungen gibt es bei uns in der vhs Emden.

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Kurs „klimafit“ an der Volkshochschule Emden endet mit Zertifikatsverleihung

15 Emderinnen und Emder haben sich in den vergangenen Wochen „klimafit“ gemacht. In einem innovativen Volkshochschulkurs, der vom WWF Deutschland und dem Helmholtz-Forschungsverbund REKLIM entwickelt wurde und die Umsetzung des Masterplans 100 % Klimaschutz der Stadt Emden unterstützt, haben die Teilnehmenden mehr über die Ursachen des Klimawandels und seine regionalen Folgen erfahren. Darüber hinaus haben sie Möglichkeiten kennengelernt, wie sie dazu beitragen können, Emden  und Ostfriesland in Zukunft klimafreundlicher zu machen und an die nicht vermeidbaren Folgen der globalen Erwärmung anzupassen. Zum Abschluss des Kurses wurden sie nun bei einer Zertifikatsverleihung in der vhs Emden als kommunale Multiplikatoren für den Klimaschutz ausgezeichnet.